Allgemeine Geschäftsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen der Socialized Alpha GmbH für sämtliche Leistungen einschließlich Webhosting-Dienstleistungen.
Socialized Alpha GmbH
Hofzeile 3/Top 10, 1190 Wien
FN 522342a, Handelsgericht Wien | UID: ATU75399249
Stand: Mai 2026
Teil A – Allgemeine Bestimmungen
§ 1 Geltungsbereich und Vertragsabschluss
1.1 Die Socialized Alpha GmbH (nachfolgend „Anbieter" oder „Socialized") erbringt Leistungen ausschließlich auf Grundlage der nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Diese gelten für alle Rechtsbeziehungen zwischen dem Anbieter und dem Kunden, selbst wenn nicht ausdrücklich auf sie Bezug genommen wird.
1.2 Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung. Abweichungen sowie ergänzende Vereinbarungen sind nur wirksam, wenn sie vom Anbieter schriftlich bestätigt werden. Änderungen und/oder Erweiterungen dieser AGB treten mit der Online-Publikation in Kraft und gelten als vereinbart, wenn der Kunde den geänderten AGB nicht schriftlich binnen 14 Tagen widerspricht; auf die Bedeutung des Schweigens wird der Kunde in der Verständigung ausdrücklich hingewiesen.
1.3 Allfällige Geschäftsbedingungen des Kunden werden, selbst bei Kenntnis, nicht akzeptiert, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich und schriftlich anderes vereinbart wird.
1.4 Die Angebote des Anbieters sind freibleibend und unverbindlich. Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein verbindliches Angebot dar, sondern eine Einladung zur Abgabe eines Angebots (invitatio ad offerendum).
1.5 Der Kunde gibt durch die Bestellung über die Website, per E-Mail oder telefonisch ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt erst durch die Auftragsbestätigung des Anbieters per E-Mail oder durch die tatsächliche Bereitstellung der Leistung zustande.
§ 2 Leistungsumfang
2.1 Der Umfang der zu erbringenden Leistungen ergibt sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung (Produktseite, Angebot, Auftragsbestätigung). Innerhalb des vorgegebenen Rahmens besteht Gestaltungsfreiheit für den Anbieter.
2.2 Alle Leistungen sind vom Kunden zu überprüfen und binnen drei Werktagen ab Eingang freizugeben. Bei nicht rechtzeitiger Freigabe gelten sie als genehmigt.
2.3 Der Kunde stellt dem Anbieter zeitgerecht und vollständig alle Informationen und Unterlagen zur Verfügung, die für die Erbringung der Leistung erforderlich sind. Der Kunde trägt den Mehraufwand, der durch unrichtige, unvollständige oder nachträglich geänderte Angaben entsteht.
2.4 Zusätzlich erbrachte Leistungen, die nicht Bestandteil des Auftrages sind, werden nach den geltenden Stundensätzen nach Aufwand verrechnet. Der Stundensatz beträgt derzeit 120 EUR netto und wird in 15-Minuten-Einheiten abgerechnet.
§ 3 Fremdleistungen
3.1 Der Anbieter ist berechtigt, sachkundige Dritte als Erfüllungsgehilfen einzusetzen oder Leistungen zu substituieren.
3.2 Die Beauftragung Dritter erfolgt entweder im eigenen Namen oder im Namen des Kunden. In Verpflichtungen gegenüber Dritten, die über die Vertragslaufzeit hinausgehen, hat der Kunde einzutreten.
§ 4 Termine und Fristen
4.1 Angegebene Liefer- oder Leistungsfristen gelten, sofern nicht ausdrücklich als verbindlich vereinbart, nur als annähernd und unverbindlich.
4.2 Verzögerungen durch höhere Gewalt oder andere unvorhersehbare Ereignisse führen zum Ruhen der Leistungsverpflichtungen. Bei Verzögerungen über zwei Monate besteht ein beiderseitiges Rücktrittsrecht.
4.3 Bei Verzug des Anbieters kann der Kunde nur mit Nachfrist (mindestens 14 Tage) zurücktreten. Schadenersatz nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
§ 5 Honorar und Preise
5.1 Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung gültigen Preise laut aktueller Preisliste auf der Website. Alle Preise verstehen sich als Netto-Preise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 20 % in Österreich).
5.2 Alle Leistungen, die nicht ausdrücklich durch das vereinbarte Honorar abgegolten sind, werden gesondert entlohnt. Barauslagen sind vom Kunden zu ersetzen.
5.3 Der Anbieter ist berechtigt, zur Deckung des Aufwandes Vorschüsse zu verlangen sowie Zwischenabrechnungen und Akontozahlungen abzurufen.
5.4 Die vereinbarten Preise können nach Maßgabe zum Ausgleich gestiegener Kosten erhöht werden, insbesondere wenn Vorleistungspreise Dritter steigen. Preisänderungen werden mindestens acht Wochen vor Wirksamwerden schriftlich mitgeteilt. Dem Kunden steht ein Sonderkündigungsrecht zu.
§ 6 Zahlung und Eigentumsvorbehalt
6.1 Das Honorar ist sofort mit Rechnungserhalt und ohne Abzug zur Zahlung fällig, sofern nicht im Einzelfall besondere Zahlungsbedingungen schriftlich vereinbart werden. Rechnungen werden per E-Mail zugestellt.
6.2 Gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung im Eigentum des Anbieters.
6.3 Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen in der für Unternehmergeschäfte geltenden Höhe. Der Kunde verpflichtet sich, Mahn- und Inkassospesen zu ersetzen.
6.4 Im Verzugsfall kann der Anbieter sämtliche erbrachten Leistungen und Teilleistungen sofort fällig stellen und ist berechtigt, nach vorheriger Mahnung mit angemessener Nachfrist die Leistungen einzustellen.
§ 7 Vorzeitige Auflösung
7.1 Der Anbieter kann den Vertrag aus wichtigem Grund sofort auflösen, insbesondere wenn die Ausführung aus Gründen des Kunden unmöglich wird; der Kunde trotz Abmahnung gegen wesentliche Pflichten verstößt; oder berechtigte Bonitätsbedenken bestehen.
7.2 Der Kunde kann aus wichtigem Grund ohne Nachfrist auflösen, wenn der Anbieter trotz Abmahnung mit Nachfrist von 14 Tagen fortgesetzt gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt.
§ 8 Eigentumsrecht und Urheberrecht
8.1 Alle Leistungen des Anbieters (Konzepte, Entwürfe, Grafiken, Code) bleiben im Eigentum des Anbieters. Der Kunde erwirbt durch Zahlung das Nutzungsrecht für den vereinbarten Verwendungszweck. Der Erwerb von Nutzungsrechten setzt die vollständige Bezahlung voraus.
8.2 Änderungen an Leistungen (z.B. Quellcodes, Grafiken) sind nur mit ausdrücklicher Zustimmung zulässig.
8.3 Im Rahmen der Erstellung von Webseiten geht die Webseite nach Abschluss und Abnahme in das Eigentum des Auftraggebers über (exkl. Lizenzprodukte).
§ 9 Gewährleistung
9.1 Der Kunde hat Mängel unverzüglich, jedenfalls innerhalb von acht Tagen nach Lieferung/Leistung, schriftlich anzuzeigen; andernfalls gilt die Leistung als genehmigt.
9.2 Bei berechtigter Mängelrüge: Recht auf Verbesserung oder Austausch in angemessener Frist. Bei Unmöglichkeit oder unverhältnismäßigem Aufwand: Wandlung oder Minderung.
9.3 Die Gewährleistungsfrist beträgt sechs Monate ab Lieferung/Leistung. Die Vermutungsregelung des § 924 ABGB wird ausgeschlossen.
§ 10 Haftung
10.1 Bei leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung des Anbieters für Sach- oder Vermögensschäden ausgeschlossen. Das Vorliegen grober Fahrlässigkeit hat der Geschädigte zu beweisen.
10.2 Jegliche Haftung für Ansprüche Dritter, die auf Grund der erbrachten Leistung gegen den Kunden erhoben werden, ist ausgeschlossen, sofern der Anbieter seiner Hinweispflicht nachgekommen ist. Der Kunde hält den Anbieter diesbezüglich schad- und klaglos.
10.3 Schadenersatzansprüche verfallen in sechs Monaten ab Kenntnis des Schadens, jedenfalls nach drei Jahren. Die Haftung ist mit dem Netto-Auftragswert (maximal 100 % des jährlichen Entgelts) begrenzt. Haftung für entgangenen Gewinn, Folgeschäden und mittelbare Schäden nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
10.4 Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
§ 11 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß den einschlägigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen (DSGVO, DSG). Näheres regelt die Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, wird auf Wunsch ein Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen.
§ 12 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
12.1 Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts.
12.2 Erfüllungsort ist der Sitz des Anbieters. Als Gerichtsstand wird das für den Sitz des Anbieters sachlich zuständige Gericht in Wien vereinbart, sofern der Kunde Unternehmer ist.
12.3 Für Verbraucher im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) gelten die gesetzlichen Gerichtsstandregelungen.
§ 13 Salvatorische Klausel
Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen berührt nicht die Gültigkeit der übrigen. Es gelten die dem Zweck nächstkommenden rechtswirksamen Bestimmungen. Gleiches gilt bei Vertragslücken.
Teil B – Besondere Bestimmungen für Webhosting-Dienstleistungen
Die folgenden Bestimmungen gelten ergänzend zu Teil A für alle Webhosting-Leistungen (Shared Hosting, WordPress Hosting, Nextcloud Hosting, E-Mail-Hosting) und gehen im Falle von Widersprüchen den allgemeinen Bestimmungen vor.
§ 14 Leistungsgegenstand Webhosting
14.1 Der Anbieter stellt dem Kunden Speicherplatz auf Webservern (Webspace), E-Mail-Dienste, Datenbankkapazitäten sowie damit verbundene Infrastruktur und Dienstleistungen zur Verfügung. Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem gewählten Hosting-Paket (Core, Pro, Max) zum Zeitpunkt der Bestellung.
14.2 Die Hosting-Leistungen umfassen insbesondere die Bereitstellung von Webspace auf HighSpeed-Servern, cPanel Premium als Verwaltungsoberfläche, SSL-Zertifikate, E-Mail-Konten, DNS-Management, DDoS-Schutz und tägliche Backups gemäß Leistungsbeschreibung.
14.3 Der Anbieter ist berechtigt, die Infrastruktur (Hardware, Software, Netzwerk) jederzeit zu aktualisieren, zu migrieren oder auszutauschen, sofern dies die vereinbarte Leistung nicht wesentlich beeinträchtigt. Der Kunde wird über wesentliche Änderungen vorab informiert.
14.4 Der Anbieter setzt cPanel als Verwaltungsoberfläche ein. Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass cPanel ein Drittanbieterprodukt ist und der Anbieter keinen Einfluss auf dessen Funktionsumfang, Updates oder Lizenzpolitik hat. Sollte der Lizenzgeber von cPanel die Lizenzkosten wesentlich erhöhen oder die Lizenzvergabe einstellen, ist der Anbieter berechtigt, eine gleichwertige Alternative einzusetzen oder die Preise entsprechend anzupassen.
§ 15 Vertragslaufzeit und Kündigung bei Webhosting
15.1 Der Vertrag über Webhosting-Leistungen wird für eine Mindestlaufzeit von einem Jahr (12 Monaten) ab Bereitstellung der Leistung geschlossen, sofern nicht ausdrücklich eine andere Laufzeit vereinbart wurde.
15.2 Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils ein weiteres Jahr, wenn er nicht mit einer Frist von zwei Monaten vor Ablauf der jeweiligen Vertragslaufzeit gekündigt wird.
15.3 Die Kündigung bedarf der Schriftform. Eine Kündigung per E-Mail an [email protected] genügt der Schriftform.
15.4 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor bei Zahlungsverzug trotz Mahnung und Nachfrist; bei Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen (§ 19); bei rechtswidrigen Inhalten des Kunden; oder bei Gefährdung der Serverinfrastruktur durch den Kunden.
15.5 Bei Beendigung des Vertrages – gleich aus welchem Grund – ist der Anbieter berechtigt, die Daten des Kunden nach Ablauf einer Frist von 30 Tagen nach Vertragsende unwiderruflich zu löschen. Der Kunde ist verpflichtet, seine Daten vor Vertragsende eigenverantwortlich zu sichern. Auf Wunsch des Kunden stellt der Anbieter die Daten gegen gesonderte Vergütung in einem gängigen Format zur Verfügung.
§ 16 Preise und Abrechnung bei Webhosting
16.1 Die Abrechnung der Webhosting-Leistungen erfolgt jährlich im Voraus, sofern nicht ausdrücklich eine monatliche Abrechnung vereinbart wurde.
16.2 Das jährliche Entgelt ist jeweils zu Beginn des Vertragsjahres zur Zahlung fällig. Bei monatlicher Abrechnung ist das Entgelt jeweils zum Monatsersten fällig.
16.3 Bei vorzeitiger Kündigung durch den Kunden vor Ablauf der Mindestlaufzeit besteht kein Anspruch auf Rückerstattung bereits gezahlter Entgelte.
16.4 Der Anbieter behält sich vor, die Preise für laufende Verträge mit einer Ankündigungsfrist von acht Wochen zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit anzupassen. Bei Preiserhöhungen von mehr als 10 % steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preiserhöhung zu.
§ 17 Verfügbarkeit und Service Level
17.1 Der Anbieter bemüht sich, eine Verfügbarkeit der Webhosting-Server von 99,9 % im Jahresmittel zu gewährleisten. Die Verfügbarkeit bezieht sich auf die Erreichbarkeit der Serverinfrastruktur am Netzwerk-Übergabepunkt des Rechenzentrums.
17.2 Hiervon ausgenommen sind:
(a) Geplante Wartungsarbeiten, die der Anbieter nach Möglichkeit mindestens 48 Stunden im Voraus ankündigt und bevorzugt in den Nachtstunden (22:00–06:00 Uhr MEZ) durchführt;
(b) Notfall-Wartungsarbeiten, die zur Aufrechterhaltung der Sicherheit oder Stabilität der Infrastruktur erforderlich sind;
(c) Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen, insbesondere höhere Gewalt, DDoS-Angriffe, Störungen bei Netzbetreibern, DNS-Ausfälle oder Störungen der Energieversorgung des Rechenzentrums;
(d) Ausfälle, die durch den Kunden selbst verursacht werden (fehlerhafte Skripte, Überlastung durch den Kunden, Sicherheitsvorfälle im Kundenbereich).
17.3 Der Anbieter erbringt technischen Support per E-Mail ([email protected]) während der Geschäftszeiten (Montag bis Freitag, 09:00–17:00 Uhr MEZ, ausgenommen gesetzliche Feiertage in Wien). Der Anbieter bemüht sich, Anfragen innerhalb von 24 Stunden (Werktage) zu beantworten. Ein Anspruch auf bestimmte Reaktionszeiten besteht nur bei gesonderter schriftlicher Vereinbarung (Service Level Agreement).
17.4 Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die aus einer Nichtverfügbarkeit der Dienste resultieren, es sei denn, die Nichtverfügbarkeit beruht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters.
§ 18 Datensicherung und Backups
18.1 Der Anbieter führt tägliche automatische Backups der Serverdaten durch und bewahrt diese für einen Zeitraum von mindestens 7 Tagen auf. Die Backups dienen ausschließlich der Notfall-Wiederherstellung und stellen keine vertraglich geschuldete Datensicherungsleistung dar.
18.2 Der Kunde ist ungeachtet der Backup-Leistungen des Anbieters verpflichtet, seine Daten eigenverantwortlich und regelmäßig (mindestens einmal täglich) auf einem separaten Datenträger zu sichern. Die Sicherung hat insbesondere vor jeder Änderung an der Website, den Datenbanken oder den Einstellungen und vor angekündigten Wartungsarbeiten zu erfolgen.
18.3 Backup-Kopien des Kunden dürfen nicht auf dem Hosting-Server selbst gespeichert werden, sofern dies nicht im Rahmen des gewählten Pakets ausdrücklich vorgesehen ist.
18.4 Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit und nur für den Aufwand der Wiederherstellung aus den vom Kunden pflichtgemäß erstellten Sicherungskopien.
18.5 Auf Wunsch des Kunden stellt der Anbieter ein Backup gegen gesonderte Vergütung nach tatsächlichem Aufwand zur Verfügung, sofern ein solches Backup im System des Anbieters vorhanden ist. Ein Anspruch auf Verfügbarkeit eines bestimmten Backups besteht nicht.
§ 19 Pflichten und Verantwortung des Kunden
19.1 Der Kunde ist für sämtliche Inhalte, die er über die Hosting-Infrastruktur speichert, verbreitet oder zugänglich macht, eigenverantwortlich. Der Anbieter führt keine proaktive Überwachung der Inhalte durch.
19.2 Der Kunde verpflichtet sich insbesondere:
(a) Keine rechtswidrigen, sittenwidrigen oder jugendgefährdenden Inhalte zu speichern oder zu verbreiten;
(b) Keine Inhalte zu speichern, die gegen Urheber-, Marken-, Patent- oder sonstige Schutzrechte Dritter verstoßen;
(c) Keine unverlangte Werbung (Spam) über die Hosting-Infrastruktur zu versenden;
(d) Keine Aktivitäten durchzuführen, die die Stabilität, Sicherheit oder Verfügbarkeit der Serverinfrastruktur oder des Netzwerks beeinträchtigen;
(e) Keine Skripte, Programme oder Prozesse auszuführen, die übermäßig Serverressourcen (CPU, RAM, I/O) beanspruchen und andere Kunden auf dem gleichen Server beeinträchtigen;
(f) Keine Mining-Software (Kryptowährungen) auf dem Server auszuführen;
(g) Keine offenen Proxy-Server, offene Mail-Relays oder TOR-Exit-Nodes zu betreiben;
(h) Die Bestimmungen des österreichischen Telekommunikationsgesetzes 2003 (TKG), des Pornographiegesetzes, des Verbotsgesetzes und aller einschlägigen straf- und verwaltungsrechtlichen Vorschriften einzuhalten;
(i) Seinen gesetzlichen Impressumspflichten gemäß ECG und Mediengesetz nachzukommen.
19.3 Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (cPanel, FTP, E-Mail, Datenbanken) geheim zu halten und vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen. Der Kunde haftet für alle Handlungen, die unter Verwendung seiner Zugangsdaten vorgenommen werden, es sei denn, er weist nach, dass er die Kompromittierung nicht zu vertreten hat.
19.4 Der Kunde hat jeden Verdacht einer Kompromittierung seiner Zugangsdaten oder einer unbefugten Nutzung seines Accounts unverzüglich dem Anbieter zu melden.
19.5 Der Kunde ist verpflichtet, die von ihm eingesetzte Software (CMS, Plugins, Themes, Skripte) stets auf dem aktuellen Stand zu halten und zeitnah Sicherheitsupdates einzuspielen. Der Anbieter haftet nicht für Sicherheitsvorfälle, die auf veraltete oder unsichere Software des Kunden zurückzuführen sind.
19.6 Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer rechtswidrigen Nutzung der Hosting-Leistungen durch den Kunden oder mit dessen Billigung geltend gemacht werden, einschließlich der Kosten einer angemessenen Rechtsverteidigung.
§ 20 Speicherplatz und Ressourcen
20.1 Der dem Kunden zur Verfügung gestellte Speicherplatz und die inkludierten Ressourcen (E-Mail-Adressen, E-Mail-Speicher, Bandbreite) ergeben sich aus dem gewählten Hosting-Paket.
20.2 Die unlimitierte Bandbreite bezieht sich auf normalen Website-Betrieb. Der Anbieter behält sich vor, den Datentransfer bei offensichtlich missbräuchlicher Nutzung (z.B. Nutzung als Dateiablage/Filesharing, Betrieb von Streaming-Diensten, übermäßiger automatisierter Zugriff) einzuschränken.
20.3 Überschreitet der Kunde den vereinbarten Speicherplatz dauerhaft um mehr als 10 %, wird der Anbieter den Kunden darauf hinweisen und ein Upgrade auf ein höheres Paket empfehlen. Bei fortdauernder Überschreitung ist der Anbieter berechtigt, die Differenz zum nächsthöheren Paket in Rechnung zu stellen.
20.4 Der Anbieter ist berechtigt, Hosting-Accounts, die übermäßig Serverressourcen beanspruchen und dadurch andere Kunden auf dem Shared-Hosting-Server beeinträchtigen, vorübergehend einzuschränken oder den Kunden aufzufordern, auf ein leistungsstärkeres Paket oder einen dedizierten Server umzusteigen.
§ 21 Paketänderungen (Upgrade/Downgrade)
21.1 Der Kunde kann jederzeit ein Upgrade auf ein höheres Hosting-Paket beauftragen. Das Upgrade wird zeitnah umgesetzt. Die Preisdifferenz wird anteilig für den verbleibenden Abrechnungszeitraum berechnet.
21.2 Ein Downgrade auf ein niedrigeres Hosting-Paket ist zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit möglich, sofern die im kleineren Paket enthaltenen Ressourcen für die bestehenden Daten des Kunden ausreichend sind.
§ 22 SSL-Zertifikate
22.1 Bei allen Hosting-Paketen sind kostenlose SSL-Zertifikate (Let's Encrypt oder vergleichbar) inkludiert. Der Anbieter kümmert sich um die automatische Ausstellung und Erneuerung.
22.2 Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die ununterbrochene Gültigkeit oder Verfügbarkeit von SSL-Zertifikaten, die von Drittanbietern ausgestellt werden. Bei Störungen des Zertifikatsanbieters wird der Anbieter sich bemühen, zeitnah eine Alternative bereitzustellen.
22.3 Erweiterte SSL-Zertifikate (OV/EV) können gegen gesonderte Vergütung bestellt werden. Die Kosten richten sich nach den aktuellen Preisen des Zertifikatsanbieters.
§ 23 E-Mail-Hosting
23.1 Die in den Hosting-Paketen inkludierten E-Mail-Dienste umfassen E-Mail-Konten unter der Domain des Kunden, Webmail-Zugang, IMAP/POP3/SMTP-Zugang, Spam-Filter und Virenscanner.
23.2 Der Anbieter ist berechtigt, E-Mails mit offensichtlich schädlichem Inhalt (Viren, Malware) oder E-Mails, die als Spam identifiziert werden, zu filtern oder zurückzuweisen. Eine Garantie für die lückenlose Zustellung oder Filterung von E-Mails wird nicht übernommen.
23.3 Die Versendung von Massen-E-Mails (Newsletters, Mailings an mehr als 500 Empfänger pro Stunde) ist nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Anbieters gestattet. Der Kunde hat sicherzustellen, dass für jede versendete E-Mail eine wirksame Einwilligung des Empfängers (Opt-in) vorliegt.
23.4 Bei Verstoß gegen die E-Mail-Nutzungsrichtlinien, insbesondere bei Spam-Versand, ist der Anbieter berechtigt, den E-Mail-Dienst sofort zu sperren und den Vertrag außerordentlich zu kündigen.
§ 24 DDoS-Schutz und Sicherheit
24.1 Der Anbieter setzt technische Maßnahmen zum Schutz der Serverinfrastruktur vor DDoS-Angriffen ein. Der DDoS-Schutz schützt die Infrastruktur als Ganzes; ein individueller Schutz einzelner Kundenwebseiten vor gezielten Angriffen ist im Standard-Hosting nicht inbegriffen.
24.2 Wird der Server des Kunden Ziel eines DDoS-Angriffs, ist der Anbieter berechtigt, die betroffene Website oder IP-Adresse vorübergehend vom Netz zu nehmen (Null-Routing), um die Stabilität der restlichen Infrastruktur zu gewährleisten. Der Anbieter wird den Kunden hierüber unverzüglich informieren.
24.3 Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die dem Kunden durch DDoS-Angriffe oder andere Cyberangriffe entstehen, sofern der Anbieter die branchenüblichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen hat.
§ 25 Serverstandort und Datenschutz
25.1 Alle Hosting-Server stehen in Wien, Österreich, in einem ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum.
25.2 Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden und der Endnutzer seiner Website ausschließlich im Rahmen der geltenden Datenschutzgesetze (DSGVO, DSG). Zwischen Anbieter und Kunde besteht ein Auftragsverarbeitungsverhältnis gemäß Art. 28 DSGVO. Auf Wunsch wird ein gesonderter Auftragsverarbeitungsvertrag abgeschlossen.
25.3 Es erfolgt kein Transfer personenbezogener Daten in Drittländer außerhalb des EWR, es sei denn, dies ist durch den Kunden selbst veranlasst (z.B. Einbindung von Drittanbieter-Diensten auf der Kundenwebsite).
§ 26 Sperrung und Einschränkung von Leistungen
26.1 Der Anbieter ist berechtigt, die Hosting-Leistungen ganz oder teilweise zu sperren, wenn:
(a) Der Kunde mit der Zahlung fälliger Beträge trotz Mahnung und Nachfrist von 14 Tagen in Verzug ist;
(b) Der Kunde gegen die Nutzungsbedingungen gemäß § 19 verstößt;
(c) Die Website des Kunden die Sicherheit oder Stabilität der Serverinfrastruktur gefährdet;
(d) Der Anbieter von einem Gericht, einer Behörde oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung zur Sperrung aufgefordert wird;
(e) Hinreichende Anhaltspunkte dafür bestehen, dass über den Account des Kunden rechtswidrige Aktivitäten stattfinden.
26.2 Der Anbieter wird den Kunden vor der Sperrung unter Angabe der Gründe informieren, es sei denn, die Sperrung ist zur Abwehr einer unmittelbaren Gefahr erforderlich. In diesem Fall erfolgt die Information unverzüglich nach der Sperrung.
26.3 Die Verpflichtung des Kunden zur Zahlung des vereinbarten Entgelts bleibt während der Sperrung bestehen, sofern der Kunde die Sperrung zu vertreten hat.
26.4 Die Freischaltung nach einer Sperrung erfolgt, sobald der Sperrgrund behoben ist. Für die Freischaltung kann eine Bearbeitungsgebühr erhoben werden.
§ 27 Domainregistrierung und -verwaltung
27.1 Der Anbieter vermittelt und registriert Domains im Namen und auf Rechnung des Kunden bei den jeweiligen Vergabestellen (z.B. nic.at für .at-Domains, DENIC für .de-Domains, ICANN für generische TLDs). Es gelten ergänzend die jeweiligen Vergaberichtlinien und Registrierungsbedingungen.
27.2 Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Verfügbarkeit oder Zulässigkeit einer Domain und ist nicht zur rechtlichen Prüfung (Markenrecht, Namensrecht) verpflichtet.
27.3 Der Kunde versichert, dass die gewünschte Domain keine Rechte Dritter verletzt, und hält den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter verschuldensunabhängig schad- und klaglos.
27.4 Domain-Leistungen können unabhängig von Webhosting-Leistungen gekündigt werden. Bei Kündigung der Domain-Leistungen hat der Kunde den Transfer der Domain rechtzeitig vor Vertragsende zu veranlassen. Nach Vertragsende besteht kein Anspruch auf Aufrechterhaltung der Domain.
27.5 Für die WHOIS-Daten gelten die Bestimmungen der jeweiligen Vergabestelle. Personenbezogene Daten des Kunden können in öffentlichen WHOIS-Datenbanken gespeichert werden.
§ 28 Migration und Datenübernahme
28.1 Auf Wunsch des Kunden unterstützt der Anbieter die Migration einer bestehenden Website zu den Hosting-Servern des Anbieters. Sofern nicht anders vereinbart, ist die Erstmigration einmalig kostenfrei.
28.2 Der Kunde ist verpflichtet, vor der Migration eine vollständige Sicherung seiner Daten zu erstellen. Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste während der Migration, sofern er nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat.
28.3 Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die fehlerfreie Funktion der migrierten Website nach dem Transfer, insbesondere wenn die Website inkompatible Softwareversionen, Plugins oder spezielle Serverkonfigurationen erfordert.
§ 29 Höhere Gewalt
Im Falle höherer Gewalt (Naturkatastrophen, Kriege, Pandemien, Streiks, behördliche Anordnungen, Cyberangriffe auf die Internetinfrastruktur, Ausfall von Telekommunikationsnetzen oder Energieversorgung) ist der Anbieter für die Dauer und im Umfang der Auswirkungen von der Leistungspflicht befreit. Der Anbieter wird den Kunden unverzüglich informieren und sich bemühen, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.
§ 30 Kennzeichnung und Referenzhinweis
30.1 Der Anbieter ist berechtigt, auf den gehosteten Webseiten dezent auf den Anbieter als Hosting-Partner hinzuweisen, sofern der Kunde dem nicht schriftlich widerspricht.
30.2 Der Anbieter ist berechtigt, auf eigenen Werbeträgern und insbesondere auf seiner Website mit Namen und Firmenlogo auf die zum Kunden bestehende Geschäftsbeziehung hinzuweisen (Referenzhinweis), vorbehaltlich des jederzeit möglichen schriftlichen Widerrufs des Kunden.
§ 31 Schlussbestimmungen
31.1 Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.
31.2 Soweit in diesen AGB auf natürliche Personen bezogene Bezeichnungen nur in einer Geschlechtsform angeführt sind, beziehen sie sich auf alle Geschlechter in gleicher Weise.
31.3 Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr/